Wiedereinstieg nach der Elternzeit – 5 Tipps

Mit der Geburt eines Kindes ändert sich das Leben von heute auf morgen. Davor konntest Du Dich ausschliesslich auf Deine Karriere konzentrieren. Nun bist Du Elternteil und vielleicht und bald vielleicht auch wieder berufstätig. Während Du einerseits für Deinen Sprössling da sein möchtest, willst Du den Anschuss im Job nicht verlieren. Deshalb habe ich hier Tipps für Dich, wie der Wiedereinstieg nach der Elternzeit gelingt. 

Elternzeit – Modelle in der DACH-Region

Wie sich die Elternzeit gestaltet, ist je nach Land verschieden. Während es in der Schweiz nur knappe 14 Wochen sind, zieht sie sich in Deutschland und Österreich über einen längeren Zeitraum. Wie die Elternzeit konkret im DACH-Raum aussieht, beschreibe ich Dir gleich. Aber egal, wie lange Du das Glück hast zu Hause bei Deinem Baby bleiben zu können, der Wiedereinstieg nach der Elternzeit soll sich für Dich so angenehm wie möglich gestalten.

Schweizer Modell – Mutterschaftsurlaub

In der Schweiz gestaltet es sich so, dass alle berufstätigen Mütter einen Anspruch auf bezahlten Mutterschaftsurlaub haben. Dies nennt sich auch „Mutterschaftsentschädigung“. Für Väter gibt es erst seit September 2020 die Möglichkeit, innherhalb von 6 Monaten nach der Geburt des Kindes zwei Wochen Vaterschaftsurlaub zu beziehen. Bezüglich Mutterschaftsurlaub: Dieser dauert 98 Tage (14 Wochen) und kann von Voll- und Teilzeitkräften genutzt werden. Wenn eine Frau früher in den Beruf einsteigt, verfällt dieser Anspruch. Gerne kannst Du hier weitere Informationen einholen.

Elternzeit in Deutschland

Deutschland ist hier viel grosszügiger. Die Elternzeit dehnt sich auf auf drei Jahre (36 Monate) aus. Eltern dürfen sich in dieser Zeit drei Jahre lang Elternzeit nehmen. Dies ist auch noch zwischen dem 3. und 8. Geburtstag des Kindes möglich. Ausserdem können beide Elternteile auch gemeinsam diese Auszeit beantragen. Dazu berechtigt sind alle Personen, die ein Angestelltenverhältnis haben. Anders als in der Schweiz, darf bis zu 30 Stunden pro Woche gearbeitet werden, ohne das Anrecht auf Elternzeit zu verlieren. Nähere Auskunft darüber gibt die Seite des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Modell in Österreich – Karenz

In Österreich beginnt die Elternkarenz acht Wochen nach der Geburt. Für die Mutter gilt in dieser Zeit vor der Karenz die Mutterschutzfrist. Die Karenz kann zwischen den Eltern aufgeteilt werden, muss aber mindestens zwei Monate lang dauern. Sie endet spätestens mit dem vollendeten 24. Lebensmonat, also nach zwei Jahren. Anspruch auf Karenz haben Dienstnehmer, Heimarbeiter sowie Beamte und Vertragsbedienstete des Bundes und Landes. Das Elternteil muss gemeinsam mit dem Kind in einem Haushalt leben. Genauere Details und Infos zu den verschiedenen Modellen erfährst Du hier.

Positive Auswirkungen von Elternzeit

Die Elternzeit hat positive Auswirkungen. Dazu gibt es zahlreiche Studien und Untersuchungen.

Hier ein paar Vorteile der Elternzeit aus gesundheitlicher Sicht:

  • In der Zeit nach der Geburt: Verbesserung der psychischen Gesundheit der Mutter
  • Höhere Lebenszufriedenheit
  • Präventiv gegen körperliche und psychische Belastungen
  • Positive Auswirkungen auf die physische Gesundheit von Kindern im ersten Geburtsjahr
  • Festigung des Urvertrauens 

Plane Deinen Wiedereinstieg nach der Elternzeit

Der Wiedereinstieg nach der Elternzeit in den Job sollte gut vorbereitet sein. Denn ein Alltag zuhause mit Kind, hat oft nichts mit dem Berufsalltag zu tun, wie Du ihn gewohnt bist. Mit einem Sprung ins kalte Wasser wäre es nicht getan. Hinzukommt, dass Du mit dem Wiedereinstieg Kind, Partnerschaft und Beruf straff koordinieren musst. Umso besser Du Dich darauf vorbereitest, desto leichter fällt Dir der Wiedereinstieg. Erfahre, welche Tipps ich Dir für einen sanften Wiedereinstieg mitgeben kann.

Wiedereinstieg nach Mutterschaftsurlaub

Karriere nach der Elternzeit

Bevor Du wieder in die Arbeitswelt einsteigst, musst Du für Dich klären, wie es für Dich weitergehen soll.

  • Möchtest Du so schnell wie möglich zurück in den alten Job?
    + Schnellere Wiedergewöhnung an den Arbeitsalltag
    + Kein Verlieren des Anschlusses
    + Thematik und Aufgaben bleiben ähnlich

  • Ist es Dir lieber, die Elternzeit voll auszuschöpfen?
    + Volle Konzentration auf das Kind
    + Zeit, um sich auf die neue Verantwortung vorzubereiten
    + Einleben in den neuen Lebensabschnitt

  • Denkst Du an eine Neuorientierung nach der Elternzeit?
    + neue Möglichkeiten
    + Gute Option für Neustart oder Quereinstieg
    + Erweiterung des eigenen Horizonts

Dies sind die wichtigen Fragen, die Du Dir schon vorweg stellen solltest. Denn, dementsprechend gestaltet sich die Zeit nach dem intensiven Mutter-Sein. Jede Option bietet sowohl Vor- als auch Nachteile. Die Vorteile überwiegen, wenn Du Dich für den Weg entscheidest, der für Dich und Deine Familie passend ist. Deine Entscheidung solltest Du nicht aufgrund von finanziellen Dingen abhängig machen. Du läufst nämlich Gefahr, langfristig in Deinem Job unglücklich zu sein. Das sind übrigens die drei Hauptgründe für einen Jobwechsel

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Anstellungsbedingungen festlegen

Der Wiedereinstieg nach der Elternzeit ist eine gute Möglichkeit, um mit dem Arbeitgeber (neue) Arbeitsbedingungen zu vereinbaren. Wenn für Dich alles stimmig ist, wie es bisher war, ist das optimal. Jedoch kann es auch sein, dass Du schon immer etwas verändern wolltest: Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt dafür.

  • Stundenreduktion
  • Flexiblere Arbeitszeiten
  • Home-Office-Option
  • Neue Aufgabenbereiche
  • Weniger/mehr Verantwortung

Deshalb gilt: Umso früher Du das Gespräch mit Deinem Chef suchst, desto sanfter wird der Einstieg nach der Pause. So kannst Du dann mit klaren Verhältnissen starten. Beide Seiten wissen, was sie künftig erwarten wird. Eine gute Planung ist besonders deshalb wichtig, da ein Kind das Leben recht auf den Kopf stellen kann. Ich spreche hier als 3-fache Mutter aus eigener Erfahrung. Jede Struktur, die Du schaffst, wird Dir und Deinem Partner das Leben erleichtern. Präsentiere Deinem Vorgesetzten zu seinen Bedenken immer noch einen Plan B, damit er sich sicher fühlt.

Netzwerk pflegen für den Wiedereinstieg nach der Elternzeit

Egal, ob Du planst, in den alten Job zurückzukehren oder Du Dich neu orientieren willst: Dein Netzwerk ist (fast) alles. Deshalb ist es wichtig, dass Du es auch in Deiner Elternzeit pflegst. Halte Kontakt zu alten Kollegen oder auch Deinen Vorgesetzten. Dazu kannst Du Dein altes Team auch regelmässig mit Deinem Kind besuchen. So bleibst Du immer auf dem neuesten Stand und gerätst auch selbst nicht in Vergessenheit. Zeige echtes Interesse, was während Deiner Abwesenheit geschieht. Du signalisiert so, dass Dir etwas an Deinem Team und dem Unternehmen liegt.

Der Berufsalltag ändert sich in einer schnelllebigen Zeit wie dieser rasch. Damit Du mit diesem Tempo mithältst, solltest Du am Ball bleiben. Möchtest Du Dich beruflich verändern, kannst Du auch in diese Richtung Deine Fühler ausstrecken. In dem Sinne, dass Du bereits in der Elternzeit entsprechende Kontakte knüpfst.

Ich kann nicht oft genug betonen, wie wichtig und hilfreich in diesem Fall die Businessplattform LinkedIn für Dich ist. Du kannst andere an Deiner Pause teilhaben lassen und Dich aber gleichzeitig in fachliche Diskussionen einbringen.

Planung des Alltags für Wiedereinstieg nach der Elternzeit

Der Alltag mit einem Kind ändert plötzlich alles. Du kannst Dir sicher vorstellen, wie er sich erst ändert, wenn Du dann wieder berufstätig bist. Planung ist deshalb wertvoll. Umso mehr Du vorweg planst und einplanst, desto unkomplizierter wird sich das gemeinsame Leben mit Kind gestalten. An der Klärung mancher Fragen kommst Du deshalb nicht vorbei:

  • Je nachdem, in welchem Land Du lebst: Wer soll wie lange beim Kind zuhause bleiben?
  • Ab wann soll Kinderbetreuung beansprucht werden?
  • Wer passt auf den Sprössling auf, wenn spontan etwas passiert?
  • Sind die Arbeitsbedingungen am Arbeitsplatz familienfreundlich?
  • Welches Arbeitsmodell (Arbeitszeit, etc.) ist mit der neuen Situation vereinbar?
  • Welche staatliche Unterstützung und rechtlichen Rahmenbedingungen gibt es?

Diese Fragen solltet ihr Euch als Paar stellen, wenn ihr plant, ein Kind zu bekommen. Eine offene und ehrliche Kommunikation bewirkt wahre Wunder. Alle bestehenden Unsicherheiten werden gemeinsam gemeistert. Hilfreich hierbei ist es auch, sich mit Personen auszutauschen, die bereits Kinder haben. Auch Treffen mit anderen Müttern und Vätern in Deinem Bekanntenkreis, bieten Dir Rückhalt und Austausch. 

Stress nach Elternzeit

Kein Stress vor Wiedereinstieg nach der Elternzeit

Umso gelassener Du die Dinge siehst, desto ruhiger werden sie sich auch gestalten. Die Elternzeit ist dazu da, dass Du Dich auf die neue Lebenssituation einstellen kannst. Ausserdem, dass Du Dich ausreichend um Dein Kind kümmern kannst, ohne jeglichen Berufsstress. Daher finde ich den schweizerischen Ausdruck des Mutterschaftsurlaubs sehr unglücklich gewählt: Wer sich um einen Säugling kümmern muss, der ist weit entfernt von jeglichem Urlaubs-Feeling. Schreibe das also bitte nicht in Deinen Lebenslauf, erwähne lieber die allgemein akzeptierte deutsch Variante der Elternzeit.

Damit Du Deine Elternzeit – wie lang sie auch sein mag – optimal nutzen kannst, tust Du Dir selbst einen Gefallen, wenn Du diese wirklich geniesst. Das gelingt Dir am besten, wenn Du die vorhergehenden Tipps umsetzt. Dann bleiben mehr Raum und Zeit, sich auf die neuen Umstände einzulassen. Ein Wiedereinstieg ist ähnlich spannend wie ein genereller Einstieg in den Beruf. Auch hierfür habe ich Tipps für Dich

Hier ein paar Ideen, wie Du Deine Elternzeit gestalten kannst:

  • Triff Dich mit anderen Eltern und bilde ein „Elternnetzwerke“ zum Austausch und Unterstützung
  • Besuche Kurse oder Seminare, um Dich in Kinderfragen weiterzubilden
  • Reflektiere Deine Veränderungen, die es seit Geburt des Kindes gibt: Im Alltag, der Partnerschaft und dem sozialen Umfeld
  • Nimm Dir wann immer Du kannst Zeit für Dich, Dein Wonneproppen kommt gut auch mal ein paar Stunden ohne Dich aus
  • Geniesse diese Zeit ganz achtsam und bewusst, denn Kinderjahre verfliegen so schnell

Dein Kind wird nie mehr wieder im Leben ein Baby oder Kleinkind sein. Besonders in den ersten Lebensjahren machen Kinder Tag für Tag grosse Fortschritte. Es ist ein Geschenk, wenn Du die Möglichkeit hast, Deinem Baby beim Wachsen zuzusehen. Kein Grund für Stress oder Sorgen. Du wirst den Wiedereinstieg nach der Elternzeit mit Bravour meistern.

Geniesse die Zeit mit Deinem Kind. Dann kannst Du später mit voller Energie und klarem Karriereziel durchstarten.

Selma Kuyas

Selma Kuyas

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