Nach der Ausbildung ins Haifischbecken: 10 Tipps für den Berufseinstieg

Stehst Du kurz vor Ende Deiner Ausbildung? Herzlichen Glückwunsch – bald hast Du es geschafft. Bestimmt fragst Du Dich jetzt, wie es nach der Schule, der Lehre oder dem Studium weitergehen soll. In diesem Artikel möchte ich Dir aufzeigen, wie Dein Berufseinstieg reibungslos klappt und welche Hürden im Weg stehen könnten.

#heretohelp

Wenn Du beim Bewerben Mühe hast und nicht weiterkommst, schreib mir. Ich bin für Dich da.

Bevor Du Deinen ersten Arbeitsvertrag in der Tasche hast, wirst Du vermutlich automatisch jenen Weg gehen, den viele andere auch gehen.

Du durchforstest die unzähligen Jobbörsen und stellst fest, dass die meisten Unternehmen mindestens ein paar Jahre Berufserfahrung verlangen.

Das frustriert, logisch. Muss es aber nicht, wenn Du bei Deiner Jobsuche einem Plan folgst. Welcher das ist, erfährst Du gleich.

Möglichkeiten für den Berufseinstieg

Die Qual der Wahl beim Berufseinstieg: Welche Anstellungsart soll es sein? Niemand schreibt Dir vor, direkt mit einer Festanstellung zu starten. Da gibt es noch weitere Alternativen, aus denen Du wählen kannst.

Zuerst solltest Du mit Dir selbst ausmachen, wo Du in den nächsten 1-3 Jahren die Prioritäten setzen willst:

  • viel Praxiswissen aneignen
  • viel verdienen
  • maximale Freiheit geniessen (etwa längere Reisen)
  • verschiedene Berufsfelder oder Funktionen ausprobieren

Um herauszufinden, wo Deine Prioritäten liegen, setze Dich mit Deinen Werten auseinander. Das hilft, zu erkennen, was Dich motiviert.

Denn Deine Motivation ist entscheidend, ob Du als Bewerberin überzeugst. Egal, für welchen Weg Du Dich entscheidest.

Trainee

Startest Du als Trainee, dann ist das Ziel dahinter, dass Du später eine Führungsposition einnehmen wirst. Im Laufe Deiner Ausbildung lernst Du alle relevanten Abteilungen und Bereiche kennen.

Dein Verdienst ist anfangs nicht so hoch, wie bei einer Direktanstellung, steigt aber mit der Zeit.

Direkter Einstieg

Du hast auch die Möglichkeit, direkt in einen Job einzusteigen. In diesem Kontext bewirbst Du Dich auf eine konkrete Stelle und musst die Probezeit meistern. Die Probezeit hilft Dir zu erkennen, ob Du wirklich den richtigen Schritt gemacht hast. Mit einer Festanstellung hast Du von Anfang an ein sicheres Gehalt, wirst aber auch viel Verantwortung tragen.

Eine deutsche Studie hat herausgefunden, was Berufseinsteiger erwarten: 78 % ist etwa Freiheit im Job wichtig, 66 % wünschen sich als 1. Arbeitgeber ein mittelgrosses Unternehmen. Wie ist das bei Dir?

Freelancer

Ein Berufseinstieg als Freelancer hat seine Vorteile. So erhältst Du nicht gleich von null an eine Verpflichtung wie bei einem Vollzeitjob, da es kein Anstellungsverhältnis gibt. Diese Beschäftigungsart kann Dir zudem später Türen öffnen.

Wenn Du Dich als Freelancer bewährt hast, könnte es gut sein, dass Dein Auftraggeber Dir ein Jobangebot macht. Vielleicht findest Du aber heraus, dass Du gerne weiter selbstständig arbeiten möchtest.

Befristeter Arbeitsvertrag

Aktuell ist diese Variante der Anstellung bei Unternehmen beliebt. Als Berufseinsteiger bedeutet das für Dich zunächst, dass Du einen befristeten Arbeitsvertrag unterzeichnest. Auch, wenn es nicht sicher ist, ob es zu einer unbefristeten Anstellung kommt, sammelst Du so erste Berufserfahrung.

Berufseinstieg - Selma Kuyas Linkedin Post

Schritte vor dem Berufseinstieg

Du stehst ganz am Anfang Deiner Karriereleiter. Dir stehen alle beruflichen Möglichkeiten offen. Somit rate ich Dir, dass Du Dir folgende Fragen stellst, die Dich näher an Deinen Traumjob bringen:

  • Welches Wissen und welche praktischen Fähigkeiten habe ich, die sehr gefragt sind?
  • Was sind meine persönlichen Stärken und Schwächen?
  • Wie stelle ich mir meinen idealen Arbeitsplatz vor?
  • Welche Kriterien muss dieser erfüllen?
  • Für welches Jobprofil würde ich Extrameilen gehen?
  • Möchte ich direkt in die Arbeitswelt einsteigen?
  • Welche Alternativen kann ich mir vorstellen?

Bei diesen Fragen wird deutlich, dass Du Deine Bedürfnisse und Vorlieben sehr gut kennen solltest. Dich einfach auf möglichst viele Stellen zu bewerben, kann Deinen Berufseinstieg verzögern.

Wusstest Du ausserdem, wie prägend der Berufseinstieg für Dich sein kann? Eine Langzeitstudie aus Deutschland hat ergeben, dass er unsere Persönlichkeit verändern kann.

Junge Menschen, die erste Arbeitserfahrungen sammeln, werden mit den Jahren etwa immer gewissenhafter, sozial verträglicher und extravertierter.

Berufliche Richtung klären

Ein Berufseinstieg verändert darüber hinaus Deinen Alltag und entsprechend Dein Umfeld und Deine Lebensgewohnheiten. Wähle ihn also sorgfältig aus. Ausgehend von Deiner Ausbildung kannst Du Dich fragen, in welche Richtung Deine Karriere gehen soll.

Möglicherweise fühlst Du Dich nach Deiner Ausbildung noch nicht sattelfest genug. Dann ist eine Weiterbildung vielleicht eine gute Option?

Hilfreich sind auch Berufseignungstests, falls Du Dir unsicher bist. Zusätzlich kannst Du Dich selbst oder andere fragen:

  • Was sind meine beruflichen Stärken?
  • Welche Tätigkeiten werden mir nie langweilig?
  • Wie viel Freizeit brauche ich?
  • Gibt es Unternehmen, für die ich mich näher interessiere?

Informiere Dich über Möglichkeiten zum Berufseinstieg

Ich habe Dir vorhin Möglichkeiten genannt, wie Du Deinen Karriereweg starten kannst. Je nachdem, welcher Typ Mensch Du bist, wird Dich das ein oder andere mehr ansprechen.

Bist Du beispielsweise eine freiheitsliebende, gut organisierte und strukturierte Person? Dann hättest Du vermutlich keine Probleme damit, als Freelancer zu starten.

Bist Du hingegen auf Sicherheit bedacht und brauchst klare, vorgegeben Strukturen? In diesem Fall sehnst Du Dich wahrscheinlich eher nach einer festen Anstellung.

Bilde Dir ein Netzwerk

Egal, ob Du schon ein “alter Hase” im Business bist oder noch am Anfang der Karriereleiter stehst – ein gutes Netzwerk zu haben, ist das A und O für beruflichen Erfolg. Dies kannst Du beispielsweise mit Leuten starten, die Du schon aus Schulzeiten oder von Deiner Ausbildung kennst.

Auch Bekannte oder Freunde Deiner Eltern gehören zu Deinem Netzwerk dazu. Vernetz Dich mit ihnen auf LinkedIn, denn so hast Du automatisch Zugang zu deren Netzwerk.

Halte auch Kontakt zu Menschen, die Dir beruflich weiterhelfen und Dich auch inspirieren. Erstelle Dir ein aussagekräftiges LinkedIn Profil und pflege es regelmässig. Dort kannst Du aktiv Selbstmarketing betreiben, indem Du die Beiträge von Influencer oder Vordenkern kommentierst.

Bewerbungsstrategie verfolgen

Bewerbungsstrategie, was ist das? Viele machen bei der Jobsuche den Fehler und bewerben sich einfach blind auf Jobinserate in diversen Jobbörsen. Sie schicken Copy/Paste Bewerbungen, ohne sich davor intensiv mit dem Unternehmen zu beschäftigen.

Zwei Probleme, die dabei auftreten: Andere Bewerber machen das ebenso, Firmen merken, ob sich Kandidaten wirklich für die Stelle und die Unternehmensvision interessieren.

Lege Dir deshalb eine Bewerbungsstrategie zu. Dabei kannst Du auch auf den verdeckten Stellenmarkt zurückgreifen.

Bleibe motiviert und fokussiert

Jede Bewerbungsphase geht auch mit Absagen einher. Natürlich wirst Du nicht super happy sein, wenn Du eine Absage nach der anderen bekommst.

Jedoch sind einige Absagen die Norm. Nach ein paar Absagen könntest Du einerseits Deine Bewerbungsstrategie überdenken oder Dir einen erfahrenen Bewerbungscoach an die Seite holen.

So wie viele Stellenanzeigen die Eier legende Wollmilchsau suchen, kann es sein, dass Deine Ansprüche und Erwartungen an den ersten Arbeitgeber zu hochgesteckt sind. Überleg Dir, bei welchen Punkten Du bereit bist, Kompromisse einzugehen.

Erstelle überzeugende Bewerbungsunterlagen

Lesen Personaler Deine Bewerbungsunterlagen, müssen diese den berühmten WOW-Effekt auslösen. Ist das der Fall, ist eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch garantiert.

Deine Bewerbung soll Dein Potenzial aufzeigen: schliesslich investiert das Unternehmen mit Deiner Anstellung in einen neuen Mitarbeitenden.

Wer sich Mühe damit gibt, wird eher belohnt. Hier erfährst Du von mir, wie Du eine kreative Bewerbung erstellen kannst, die überzeugt.

Fehlende Berufserfahrung machst Du mit der Betonung Deiner Soft Skills und emotionalen Intelligenz wett. Weiter, empfehle ich Dir Deine Diplomarbeiten im Lebenslauf zu präsentieren:

  • Weshalb hast Du Dich genau für dieses Thema entschieden?
  • Wie bist Du bei Deiner Recherche vorgegangen?
  • Was war dabei Deine grösste Herausforderung
  • Welche Erkenntnisse konntest Du gewinnen, von denen Dein Wunscharbeitgeber vielleicht profitieren kann?

Betreibe Selbstmarketing

Dazu gehört auch ein professionelles LinkedIn Profil. Verwende dort das gleiche Bild wie in Deinem Lebenslauf. Achte auch darauf, dass Du ein aussagekräftiges Hintergrundfoto verwendest. Entscheide Dich auf der Plattform auch für dieselben Farben wie in Deinem Bewerbungsdossier.

So stellst Du sicher, dass Du wirksames Selbstmarketing betreibst. Zusätzlich kannst Du auch Deine Profile auf anderen Social-Media-Kanälen anpassen.

Wusstest Du, dass über 50 Prozent der Recruiter Dein LinkedIn Profil scannen? Optimieren lohnt sich also –wie Du Deinem Profil den Feinschliff verpasst, findest Du in meiner 10-Schritte Anleitung.

 

Nutze den verdeckten Stellenmarkt

Taucht ein Stellenangebot nicht in Jobbörsen auf, dann ist es im verdeckten Arbeitsmarkt zu finden. In Deutschland werden rund 65 Prozent der Stellen erst gar nicht offiziell ausgeschrieben. Umso zielführender ist es für Dich, Deine Kontakte zu nutzen, Deine Profile zu pflegen und Deine Augen und Ohren offenzuhalten.

Da 90 Prozent der Personalvermittler LinkedIn zur Suche nach Jobkandidaten nutzen, liegt es auf der Hand, wie wichtig Dein Profil dort ist.

Stärke Dein Selbstvertrauen

Gerade zu Beginn Deiner Karriere, wenn Du noch kaum oder keine Berufserfahrung hast, kann es sein, dass Du noch nicht das nötige Selbstvertrauen hast. Kommen dann noch Absagen von Firmen dazu, kann das schon daran nagen.

Lass Dir aber gesagt sein: Jeder stand, wie Du jetzt, am Beginn seiner Karriere.

Stärke Dein Selbstvertrauen vor dem Berufseinstieg, indem Du Dich wirklich mit Deiner Persönlichkeit, Deinen Kenntnissen, Stärken und Erfolgen aus der Ausbildungszeit auseinandersetzt.

Schreib sie auf – mit Stift auf Papier. Kein Scherz, das hilft wirklich.

Weiterbildung für Berufseinstieg

Viele Menschen fühlen sich unsicher nach ihrer Ausbildung. Kaum ein Job ist genau auf Deine Ausbildung zugeschnitten.

Manche Fähigkeiten musst Du Dir firmenintern anlernen, andere würden eine Weiterbildung oder ein weiteres Zertifikat erfordern.

Setze Dich am besten schon während Deiner Ausbildung mit dieser Thematik auseinander. Umso klarer Dein Profil als angehender Experte ist, desto besser kannst Du Deine berufliche Zukunft planen.

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Vermeide diese Stolpersteine beim Berufseinstieg

Um Stolpersteine beim Berufseinstieg zu vermeiden, gebe ich Dir folgende Tipps mit auf den Weg:

 

  • Gehe Deinen eigenen Weg: Nur, weil Deine Eltern finden, dass Du sofort nach Ende der Ausbildung eine Festanstellung annehmen musst, heisst das nicht, dass Du das auch tun musst
  • Vergleiche Dich nicht mit anderen: Jeder hat seinen eigenen Weg, um ans Ziel zu gelangen. Indem Du Dich vergleichst, setzt Du Dich automatisch unter Druck
  • Bewirb Dich nicht blind und wahllos: Unternehmen merken, wie viel Zeit Du in Vorbereitungen investiert hast.
  • Sei kein Einzelkämpfer: Tausche Dich aus, vernetze Dich, bleibe informiert, um nach Deinem Traumjob Ausschau zu halten.
  • Kopf nicht in den Sand stecken: Egal, was kommt – Du darfst den Glauben an Dich und Deine Skills nicht verlieren. Bevor Du verzweifelst, hol Dir professionelle Unterstützung
  • Never stop learning: Eine abgeschlossene Ausbildung bedeutet nicht, dass Deine Aus- und Weiterbildung für ein Leben lang abgeschlossen ist.

Abschliessendes Fazit zum Thema Berufseinstieg

Vielleicht kennst Du den Spruch: Aller Anfang ist schwer. Planst Du Deinen Berufseinstieg aber gut und gehst strukturiert vor, muss er nicht schwierig sein.

Ich halte es für wichtig, dass Dein erster Job zur wunderbaren Erinnerung wird. Die Spielregeln der Arbeitswelt sind anders, als an der Uni oder Fachhochschule.

Das fängt beim Bewerben an und endet im Arbeitsalltag. Deine Superpower liegt in der Resilienz, also in der Fähigkeit motiviert durchzuhalten, auch wenn es nicht auf Anhieb klappt.

Eine gute Vorbereitung, das Einbinden Deines Netzwerks und eine gesunde Portion Hartnäckigkeit werden sich auszahlen. Wenn Du mit Deiner Bewerbung alles richtig machen willst, findest Du mit meinen Vorlagen eine optimale Starthilfe.

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